Gildenvorstellung

IC TEIL

<Oh bitte, Ältester!>,
<Ja, erzähl uns noch eine Geschichte!>,
<Ich will eine neue hören! Biiiitte!>,
Brans Augen funkelten vergnügt, als er den Blick über die Mädchen schweifen ließ, die vor ihm kauerten und um eine weitere Erzählung bettelten. Er legte noch einen Scheit ins Feuer, dann richtete der alte Bulle sich schnaufend auf und begann, im Kreise um das Feuer schreitend:
<Es ist nicht allzu lange her. Da traf ich einen Wanderer. Glaubt’s, oder nicht. Er war noch älter als ich!>. Die Mädchen lachten und kicherten. Als ihre Mienen wieder andächtig wurden, wusste er, er hatte ihre Aufmerksamkeit. <Er erzählte davon, dass er erst kürzlich mit einer recht eigenartigen Reisegruppe zusammengekommen war. Angeführt wurde sie von einer Shu’halo, die einen großen Namen trägt.>, er blieb stehen um seine Worte mit hochgehobenen Armen zu verdeutlichen. Ein paar erwartungsvolle „Ooohs“ folgten der Bewegung. <Sie ist ein Kind der Tauren vom Hohen Berg, wisst ihr? Was ist so besonders an ihnen?>.
<Sie sind verschollen!>,
<Sie kämpften gegen die Toten im Eis!>, platzte eine Stimme heraus.
<Sie lebten unter den Sternen und machten nur Halt, um zu schlafen oder zu essen.>, sagte eine andere verträumt.
Bran deutete auf sie. <Alles richtig. Nomaden. So wie unsere Vorfahren. Wie dem auch sei. Wo war ich…? Ach, ja! Sie fanden in einer Höhle einen Bären. Einen bitterbösen, von Schatten verunstalteten Bären!>, Er hob abermals die Arme und seine Geste warf aufregende Schatten auf die umliegenden Hütten. Sein Knurren ließ die Kälber erregt aufquietschen. Sie fielen sich gegenseitig in die Arme und hielten sich fest.
<Sie waren zu dritt. Der Alte, die Hoher-Berg und ihr Geliebter. Und hinter ihnen war entsetzliches Geschrei. Der Schattenbär war zu einer Art düsterem Gott für die Rattenmenschen der Umgebung geworden. Und sie wollten ihn beschützen. Der Geliebte kämpfte tapfer gegen die Nager die von hinten hereinströmten, während der Alte und die Hoher-Berg gegen den Bären im Dunkel der Höhle antraten. Seine Augen glommen rot und aus seinem Körper trieben Schattententakel. Er war kein leichter Gegner!>, um es zu verdeutlichen, war Bran hinter einem der Mädchen stehen geblieben und peitschte mit der Schweifspitze um ihre Ohren. Beim nächsten Satz legte er den Schweif sanft um ihren Hals und kitzelte das verhalten kichernde Kalb mit den Schweifhaaren an den Nüstern. Die anderen schauten gebannt zu. <Seine Schattenarme waren zahlreich und trachteten nach dem Atem der tapferen Kämpfer. Einen um den anderen schlug die Hoher-Berg mit ihrer scharfen Axt ab. Doch sie sah erst nicht, dass einer davon ihren Geliebten umschlang und würgte!>, Er machte eine Pause, als die Kinder entsetzt den Atem anhielten, als würden ihre Hälser von Schatten gewürgt. <Beinahe wäre er gestorben. Doch mit den Hieben der Axt rettete sie ihn und der heilende Regen des Alten erlöste den Bär von seinem bösen Schatten. Seine Gestalt war nunmehr reines Licht. Er belohnte die Tauren. Jeden Einzelnen mit einer besonderen Gabe. Einem Segen. Er konnte das, denn er war der Geist der Wildnis. Die Seele unserer großen Mutter hat diesen Shu’halo ein Geschenk gemacht.>.
Da sprang eines der Mädchen auf. <Ich habe eine andere Geschichte gehört, Altehrwürdiger Bran! Nicht die Hoher-Berg hat den Geliebten gerettet, sondern anders herum! Und jetzt ist er sauer, weil er die Anerkennung nicht bekommt, die ihm zusteht. Deshalb ist er nicht bei ihr.>.
Bran schmunzelte und betrachtete sie eingehend. Er nickte und hob den Finger belehrend. <Du bist klug, Wari! Wer weiß schon, ob es so oder nicht doch ganz anders gelaufen ist. Nachdem eine Geschichte durch zehn Münder gegangen ist. Verändert sie sich. Sie wird lebendig. Wäre es nicht spannend, zu erfahren, was der Geliebte oder die Hoher-Berg selbst dazu erzählen würden? Vielleicht lachen sie nur über diese Version.>, er machte eine effektvolle Pause und sah die Kinder an, die gespannt auf seine Worte harrten. <Wichtig ist letztendlich nur, dass diese Geschichte der Beginn einer Legende ist, die noch oft erzählt und erweitert werden wird.>, er klopfte sich kräftig gegen die Brust. <Und Legenden, Kinder, sind der Stoff, der unsere Abende versüßt, unsere Köpfe zum Nachdenken anspornt, unsere Träume zum Tanzen und unsere Fäuste zum Handeln bringt. Legenden und Geschichten sind alles, was unser Volk ausmacht.>
<Bran!>, platzte Wari heraus, als eine Weile über die Worte nachgegrübelt worden war. <Könnte man sich nicht auf die Suche nach ihnen machen? Um zu erfahren, was wirklich wahr ist, meine ich!>. Auf diese Worte hin brummte Bran zustimmend und nickte. <Natürlich könnte man. Ich weiß auch, wo man anfangen müsste, zu suchen… Bei den Shu’halo, die sich „Kinder des Bärengeistes“ nennen.>

 

OOC TEIL

Die Reise zu einem neuen Ort

Wird IC und möglichst ohne Zeitsprünge stattfinden, wenn auf dem Weg vorhanden suchen wir zum lagern ambientetaugliche Orte aus (z.B. enginetechnisch verlassene Lagerfeuer, leere Hütten, etc.)
Hindernisse sind willkommene Abwechslung zum sturen Geradeausstampfen und unterstützen den Eindruck eines GROßEN WEITEN AZEROTHS.
Es ist nach kurzer Absprache mit den Gildenleads möglich, eigene Hindernisse/Geschehnisse/Wegelagerer einzubauen! Während der Reise werden Termine für’s RP festgelegt, um eine authentisch große Gruppe zu bekommen. Wer dann nicht dabei sein kann, wird natürlich nicht einfach zurückgelassen sondern kann automatisch annehmen, z.B. den Späherdienst gemacht oder auf die Nutztiere aufgepasst zu haben.
Für die Reise brauchen wir so lange, wie wir OOC halt auch brauchen, um alles mit schönen Emotes und logischen Konsequenzen auszuspielen. Es gibt keinen festen Ankunftszeitpunkt.
Es ist möglich, dass uns Stammesexterne auf dem Weg begleiten.
Das letztendliche Ziel wird vor der Abreise klar formuliert und im Forum preisgegeben.

Ab- und Aufbau des Lagers

Wird sich mit der Zeit sicher einspielen, irgendwann kennt jeder seine Aufgaben dabei. Bis dahin wird auch das Chaos dabei sicher Spaß machen. Dafür wird jeweils ein Abend anberaumt.

Lager-RP

Wird dann zwischen den Reisen im eigenen Lager gemacht. Hier wird entspannt, geplaudert, gestritten und geplant. Reisekleidung geflickt, nach den Tieren gesehen, Liebe gemacht *hust*.
Es ist möglich, dass Stammesexterne im Lager unterkommen und versorgt werden, auf Dauer müsste aber über eine Aufnahme gesprochen werden.
Wir planen für ein befestigtes Lager von 2 Wochen bis 3 Monaten ein, je nachdem ob dort anderweitiges RP vorhanden ist und sich eingemischt werden kann oder ob etwas besonderes vorkommt (Siehe hierzu den Punkt „Ausrichtung/Plots“).

Feste, Rituelle Jagden verbunden mit Aufnahme von Neumitgliedern/Jünglingen in den Stamm

Wie oft diese gemacht werden steht und fällt natürlich auch irgendwo mit Neuaufnahmen, den Rückmeldungen der Mitglieder und sicher auch mit deren Kreativität und Mitarbeit.

Andere Riten/Gepflogenheiten im Nomadenleben

Es sollte selbstverständlich sein, dass nicht jeder ein einzelnes „Tipi“ hat, sondern dass man für gewöhnlich entweder unter freiem Himmel oder in einem großen Gemeinschaftszelt schläft. Mit Stammesexternen soll das Eingehen einer Partnerschaft möglich sein, eine neue Partnerschaft sollte auch mit dem Austausch von Mitgiften verbunden sein.
Es steht im Ermessen von Ältesten/Häuptlingen ob jemand für Verfehlungen bestraft wird. Verfehlungen wären z.B. eine Gefährdung des Stammes aber auch eine Störung des „Familienlebens“.
Kälber und Jünglinge werden von allen Stammesmitgliedern betreut. Jünglinge sind frei in ihrem Handeln und in der Wahl ihrer Bezugspersonen.

Märkte (und Gegenstände)

Entweder werden wir die Märkte selbst veranstalten oder bereits vorhandene wie z.B. den Viehmarkt oder den Siegelmarkt besuchen, um unsere Vorräte, Ausrüstung und Herden auszubessern oder auf der Reise erworbenes/gefundenes einzutauschen.
Zu den Gegenständen selbst: Sie werden bei Erledigung von Aufgaben gewonnen, bei Jagden oder einfach auf dem Weg gesammelt. Es sollte nicht schlicht angenommen werden, dass man sie irgendwo bekommen hat (Ausnahme natürlich alles, was das Mitglied schon in den Stamm mitgebracht hat).

Ausbildung von jungen Tauren (IC und OOC Betreuung durch Einzelne, daher keine genauen Pläne weil im Ermessen des Lehrmeisters)

Angelegenheiten des Schamanismus, Druidentums / Plots:

Grundsätzlich sollen die Plots und Aufgaben nicht nur durch die Gildenleads gestaltet werden, sondern auch von den Mitgliedern selbst (in Absprache mit den Gildenleads, damit sich nichts überschneidet). Dazu kann man sich ganz leicht Anregungen beim leveln oder beim low-questen holen, sobald man weiß, in welches Gebiet es geht (und welche Gebiete wir durchwandern)! Natürlich können sich die Mitglieder dazu auch Hilfe von den Gildenleads holen.
Es ist erwünscht, dass uns andere Stämme/Clans/Einzelpersonen gezielt anspielen und fragen, ob wir bei deren Problemen helfen können.
Es ist ebenfalls erwünscht, dass Gilden und Einzelpersonen allgemein sich auch melden, wenn sie gerne den „Feind“ selbst darstellen wollen (z.B. bei Kulten, Dunkelschamanen, Allianzlern).

Beispielhafte Aufgaben:
– Elementare besänftigen
– Fauna und Flora schützen
– Plagen und im Sinne der Natur auch die Allianz ausdünnen 😛
– Eventuell fraktionsübergreifendes RP in Form von Kampf/Einvernehmlichkeit für und im Irdenen Ring/Zirkel des Cenarius
(Übersetzung über battlenet/skype/ts)

 

Ränge:

Hier wird NICHT in konventionellen Klassen aufgeteilt sondern in den sich praktischerweise ergebenden Aufgaben in einem Nomadenstamm. Die Reihenfolge entspricht einer Hierarchie.
Lehrmeister können alle Mitglieder gleichermaßen werden. Bis auf die Jünglinge, versteht sich ;).

Häuptling(e)
Befehlsgewalt, Führung, Stärkung von Zusammenhalt/Motivation/Moral, Verhandlungen mit Externen
Älteste
Stärkung von Zusammenhalt/Motivation/Moral, Ratgeber, Berater des/der Häuptlings/Häuptlinge
Nomaden (Durch Aufgabenteilung gegliedert)
Auf- und Abbau des Lagers, „Schleppen“ während der Reise, Wechselnd Wach- und Spähdienste, Lederer, Schmiede, Heiler/Kräuterkundige, etc., Instandhaltung des Lagers, der Geräte und der Fahrzeuge, Jagen/Sammeln, Nahrungszubereitung und Versorgung von Tieren
Anwärter
Müssen erst noch auf Tauglichkeit und Würdigkeit geprüft werden.
Jünglinge
„Schüler“ und alterstechnisch junge Mitglieder des Stammes, können ebenfalls Aufgaben der oben genannten übernehmen, wenn angebracht

Änderungen behalten wir uns je nach Nutzen oder Unnutzen der Vorhaben natürlich vor!